Alles anders, manches doch wie immer!
Seit Jahrzehnten schon gehörte die Teilnahme an der gemeinsamen "Rama dama" Aktion zum festen Bestandteil des GZV Jahreskalenders, bei der sich zahlreiche Bürger aller Altersgruppen auf dem Schießwasen versammelten, um einige Stunden für die Stadt und die Umwelt etwas Gutes zu tun. Jung und Alt trafen sich, gingen die meist schon gewohnten Strecken ab, um den Unrat aufzusammeln und fanden sich dann bei einer Brotzeit, früher im Feuerwehrhaus, später beim Schützenverein, wieder ein. Man ließ es sich schmecken und führte so manches gute Gespräch. In diesem Jahr wurde die gemeinsame Aktion ohne Begründung von der Stadt abgesagt, was bei Vielen Unmut und Unverständnis hervorrief.
Die kleine Gruppe des GZV Oettingen beschloss aber, trotz allem Ärger, die liebgewonnene Tradition weiterzuführen und traf sich am Samstagmorgen wie gewohnt, um von den Kleingärten aus, die übliche Wegstrecke abzugehen. Neben den schon erfahrenen Recken Rainer, Erich, Gerhard und Günther waren diesmal sogar auch einige junge Kräfte mit großem Sammeleifer dabei. Aljona, Nazar, Anastasia, Veronika und Kateryna bildeten sozusagen die "Jugendgruppe" der GZV Sammlermannschaft.
Als erstes fand man aber nicht Müll, sondern fast schon verblühte Schneeglöckchen, die den beginnenden Frühling bezeugten. Nach zunächst magerer Ausbeute wurde Gerhard als erster fündig. Aus einem Gestrüpp barg er einige Flaschen.
Dem wollten die "Jungen" nicht nachstehen. Mutig stiegen sie ebenfalls ins Unterholz und machten erste "Beute" für ihren Müllsack. Das freute auch einen Storch, der unseren Einsatz aufmerksam beäugte.
Es waren meist Folienreste und zahlreiche Flaschen aller Größen, die bei der Tour entdeckt und entsorgt wurden. Natürlich durfte ein Besuch bei den Osterglocken im kleinen Wäldchen nahe Nittingen nicht fehlen. Wie seit vielen Jahren grüßten sie, heuer aber noch nicht aufgeblüht.
Kurz vor Schluss entdeckte Günther dann das größte Fundobjekt des Tages, ein Polsterelement, wohl einmal zu einem Sofa gehörend.
Nach der Rückkehr am Ausgangspunkt wurden die "Schätze" begutachtet und sortiert.
Nun freuten sich alle auf die gar nicht zu "kleine" Brotzeit (wie von der Stadt angemahnt) in der warmen Schreinerstube von Bernd Hertle. Als Vorspeise ließ man sich herzhafte Keckbrote so richtig schmecken, bevor dann die leckeren Weißwürste die richtige Temperatur erreicht hatten und man sie mit süßem Senf und Brezen genoss.
Es war wieder ein schöner Vormittag beim GZV, auch wenn es sehr schade und unverständlich ist, das man das gemeinsame Sammeln gestrichen hat.



















