Geflügelzuchtverein Oettingen und Umgebung        

Geflügelzucht - Natur pur und wirklich das "Gelbe vom Ei"

 

Trotz Schreck am Morgen wurde es ein herrlicher Tag

Bei herrlichem Sonnenschein brachen wir frohgelaunt und in Erwartung eines interessanten und abwechslungsreichen Tages zu unserem Vereinsausflug auf um kurz nach der Begrüßung durch unseren 1. Vorsitzenden, Rainer Hertle, eine wahre Schrecksekunde zu erleben. Ein heftiger Knall verbunden mit einer Vollbremsung riss uns aus unseren Gesprächen. Zwischen Bopfingen und Aalen hatte uns ein Kleintransporter die Vorfahrt genommen und trotz schneller Reaktion konnte unser Busfahrer den Zusammenprall nicht verhindern. Zum Glück war schnell klar, dass niemand verletzt worden war. Nachdem die Polizei den Schaden aufgenommen hatte, konnten wir in einem Ersatzbus nach etwa einer Stunde die Fahrt wieder aufnehmen. Angesichts des wunderbaren Wetters und der herrlichen Landschaft hatten sich die Gemüter schnell wieder beruhigt und problemlos erreichten wir unsere erste Station des Ausflugsprogramms, das Mercedes-Benz Museum in Stuttgart.

Nach dem obligatorischen Gruppenbild ging es. ausgerüstet mit "Audioguides" und in einem futuristisch anmutenden Aufzug acht Stockwerke in die Höhe. Dort angelangt begannen wir eine Wanderung durch die Geschichte des Automobils im Allgemeinen und der Marke Mercedes Benz im Besonderen. Diese Geschichte begann 1886 mit der Erfindung des Automobils, besser gesagt, einer Kutsche mit Moor statt Pferden als Antrieb. Es war also weniger die Erfindung des Automobils, sondern die des Verbrennungsmotors, die den entscheidenden Wendepunkt bildete. Man nahm einfach verschiedene Kutschen und baute einen Motor ein. Was man natürlich auch benötigte, war eine Lenkung, deren Funktionalität am Anfang noch einige Probleme aufwarf. Nach und nach wandelte sich das Aussehen der fahrenden Karossen immer mehr hin zu dem, was wir heute "Auto" nennen und beim Betreten der siebten Ebene leuchteten uns bereits blank polierte stattliche Fahrzeuge entgegen, die die Geburtsstunde der Marke "Mercedes" verkörperten. Neben dem ältesten auf der ganzen Welt noch erhaltenen Mercedes, waren es auch die anderen Automobile, die eine ungeheure Faszination ausstrahlen. Individualität, Liebe zum Detail, eine starke Ausstrahlung und Anziehungskraft geht von ihnen aus. In diesen Punkten sind sie den heutigen, im Windkanal mehr oder weniger zu Einheitskarosserien verkommenen Fahrzeugen, um Längen überlegen.
Geschickt wurden die einzelnen Entwicklungsstufen immer auch in das sonstige Zeitgeschehen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Kultur eingebettet. Von der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, mit der Erfindung des Diesel- und Kompressormotors, der Zeit des Wiederaufbaus und Wirtschaftswunders, die eine enorme Vielfalt an Modellen mit ganz neuen Formen und neuer Technik hervorbrachte, bis hin zu den modernen Entwicklungen auch hinsichtlich der Abgasreduzierung und neuer Antriebstechnologien. Begleitend dazu auf den einzelnen Ebenen standen die sonstigen von Mercedes-Benz gebauten Fahrzeuge, wie die Entwicklung der Busse oder der LKW. Auch Sonderfahrzeuge, wie Schneefräsen, Fahrzeuge von Polizei oder Hilfsdiensten oder ein fahrendes Postamt als Omnibus waren sehenswert. Höhepunkte in dieser Hinsicht waren sicherlich das Papamobil von Papst Johannes Paul II. und der Mannschaftsbus der Weltmeisterelf von 1974. Ein Höhepunkt der anderen Art stellte für viele das Thema "Rennen und Rekorde" am Schluss des Rundgangs dar. Die legendären Silberpfeile, gesteuert von Legenden wie Manfred von Brauchitsch, Stirling Moss oder Juan Manuel Fangio, die den Mythos "Silberpfeil" begründeten, waren ebenso zu sehen wie die modernen Formel 1 Boliden von Mikka Häkkinen oder Luis Hamilton. Auch die DTM Fahrzeuge der vielfachen Deutschen Meister Klaus Ludwig und Bernd Schneider ließen etwas von der Kraft erahnen, die in ihnen steckt.  

Die unterste Ebene war erreicht, wir waren wieder in der Gegenwart angekommen. Die faszinierende Reise durch die Geschichte des Automobils hatte nicht nur viel Lehrreiches parat, sondern sicher auch bei manchem den Wunsch nach einem echten Auto, das Charakter und Individualität ausstrahlt geweckt.  

 Doch nun war eine Stärkung dringend nötig. Wir fanden sie zum Glück gleich neben dem Eingang zu unserer zweiten Station, der Wilhelma, dem einzigen zoologisch-botanischen Garten Deutschlands. Es ist diese Kombination von exotischer und heimischer Tierwelt auf der einen und einem Reichtum an Pflanzen aus nahezu allen Klimazonen der Welt auf der anderen Seite, eingebettet in die eindrucksvolle Anlage im maurischen Baustil, die jedes Jahr etwa 2 Millionen Besucher in die Wilhelma lockt. Neben Affen, Elefanten, Anakondas, Eisbären und anderem exotischen Getier, kamen speziell auch wir Geflügelfreunde auf unsere Kosten, denn auch verschiedene Tauben-, Wachtel und Hühnerrassen, wie zum Beispiel das Deutsche Lachshuhn, werden dem Publikum präsentiert.  

So war sicher für jeden etwas dabei und auch zum Verweilen bei einer guten Tasse Kaffee oder einem erfrischenden Eis fand sich Zeit und Gelegenheit.

Trotz des Schrecks am Morgen war es ein gelungener Ausflug mit vielen interessanten Eindrücken und Erlebnissen für Jung und Alt. 

Station 2: Wilhelma